By Dr. med. habil. Felix O. Höring (auth.)

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Auf diesem Wege sind die neueren Erkenntnisse über die große Bedeutung der Allergie, d. h. der verschiedenen Empfindlichkeitsgrade des Individuums bei wiederholter Berührung mit einem Infektionsstoff, ausgebaut worden. Die spezifische Allergie ließ manche klinisch bekannten Immunitätserscheinungen in neuem Licht erscheinen, besonders bei der Tuberkulose, von der die Allergielehre ihren Ausgang nahm (v. PIRQUET). Und der Bereich von Krankheitszuständen, für deren pathogenetische Erklärung eine Allergie herangezogen wird, hat sich immer mehr erweitert.

Aber auch die Annahme, daß das Fieber durch den Zerfall körpereigener Substanzen. hervorgerufen sei, gibt zum mindesten keine Erklärung für die verschiedenen Fiebertypen (Continua, Re- und Intermittens) oder für eine so merkwürdige Erscheinung wie das 7 Tage anhaltende Fieber des Pneumonikers. Hierbei sind sicher endogen bedingte Empfindlichkeitsschwankungen des Fieberzentrums im Spiel, die durch die Annahme einer Eiweißvergiftung nicht erklärbar sind. Man weiß zudem, daß nach Hypophysenexstirpation Fieberunfähigkeit auch gegenüber pyrogenen Substanzen besteht.

So wird auch die Verlangsamung der Strämungsgeschwindigkeit und das Absinken des Blutdrucks verständlich. Für dieses ist außerdem das Nachlassen des Tonus der peripheren Gefäße verantwortlich. Ein klinischer Ausdruck davon ist die bei Infektionskrankheiten oft beobachtete Dikrotie des Pulses. Im Malariaanfall kann auch ein Blutdruckanstieg erfolgen (BÜRGER), diesem kann sogar eine im Plethysmogramm nachweisbare Gefäßkontraktion schon um 1-2 Stunden vorangehen (MARAGLIANI). Am Tonusabfall der Gefäße ist auch eine Störung der Nebennierenfunktion beteiligt.

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